Für das das Wien Museum bietet die Umbauphase die Gelegenheit, Neues auszuprobieren.

 


„Wenn das Wien Museum am Karlsplatz für den Umbau geschlossen werden muss, ergibt sich für uns die Chance zu experimentieren“, so Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums, „und zwar nicht nur mit Inhalten und Formaten, sondern ganz besonders mit temporären Locations.“ In Vorbereitung ist das Projekt „Wien Museum vor Ort“, eine kleines mobiles Museum an neuralgischen, tendenziell eher peripheren Punkten der Stadt – von Favoriten bis zur Spittelau, vom Praterstern bis zur Großfeldsiedlung.

Jeweils ein spezifisches Schwerpunktthema wird dabei im Fokus stehen, zum Beispiel Verkehr in der Stadt, Zuwanderung oder Wohnbau. „Vor Ort“ soll damit ein neues Publikum für das Museum begeistern. 


Foto: © Natascha Unkart


In der Umbauphase werden auch die unterschiedlichen Standorte des Wien Museums in der Stadt stärker bespielt. Darüber hinaus schickt das Wien Museum die Highlights seiner Sammlung – allen voran die Kunstwerke aus Wien um 1900 – auf Tour nach Japan. Für das Museum bedeutet die Umbauphase nicht zuletzt die intensive Arbeit an der künftigen Dauerausstellung, die neue Maßstäbe setzen soll. 

Es geht dabei um einen völlig neuen Ansatz, die Geschichte Wiens im globalen Kontext zu erzählen. Die Neu-Befragung und -Interpretation der Sammlung sind zentrale kuratorische Herausforderungen dieses Projekts.