Elisabeth Heimann-Leitner, Referentin der Direktion

Juni 2020

Was ist Deine Aufgabe für Wien Museum Neu? 

Ich bin die Schnittstelle zwischen der Direktion und dem Team Dauerausstellung Neu. Und ich bin die Anlaufstelle im gesamten Haus, die unsere Bedürfnisse an den neuen Museumsbau einsammelt und an die Architekten vermittelt. Meine Kernaufgaben sind das Kommunizieren und Koordinieren.


Mit wem arbeitest Du dabei vorwiegend zusammen?

Natürlich mit der Direktion Matti Bunzl und Christina Schwarz, die die Bauherren sind, und stets in engem Austausch mit Heribert Fruhauf, dem internen Projektleiter von Wien Museum Neu. Mit der Projektleitung Dauerausstellung Michaela Kronberger, Elke Doppler und Bärbl Schrems, den Architekten rund um Roland Winkler sowie mit Thomas Fellner und Daniela Temmel von bau-control, die die Projektleitung und -steuerung verantworten.  Da ich viele Abstimmungsmeetings koordiniere, kommuniziere ich eigentlich mit allen Teams. 

Was sind gerade Deine größten Projekte?

Im Mai hat das Projekt Leitsystem gestartet. Dabei geht es um das Orientierungssystem für BesucherInnen im neuen Haus. Das betrifft alle Besucherwege im Museum oder auch die Eingangssituation davor. Und wir sind dabei, die Inneneinrichtung zu planen, also alle Möbel für Kassa, Garderobe, Shop, Büros, Café und vieles mehr. Hier koordiniere ich unser internes Planungsteam, hole Infos und Anforderungen von den Abteilungen ein und gebe den Architekten unser Feedback weiter.


Wie ist das, ein neues Museum zu planen? 

Es ist eine wahrscheinlich einmalige Chance, bei so einem großen Kulturprojekt der Stadt mitarbeiten zu können. Das Besondere für mich ist: Es ist eine riesige Teamarbeit! Im engsten Kreis sind es vermutlich um die 20 Personen mit denen ich laufend im Austausch bin, im Weiteren sind vielleicht 50 oder mehr KollegInnen, die in das Projekt involviert sind. Ich hab‘ sie noch nicht gezählt. Die Herausforderung ist es, alles und alle im Auge zu behalten, keinen Bereich zu übersehen und die Ausdauer zu haben, Themen gründlich und von allen Seiten her zu besprechen. Und alles zeitgerecht fertigzustellen. Manchmal muss man auch pragmatisch sein.


Gibt es etwas, auf dass Du Dich besonders freust?

Auf die neue Dauerausstellung. Das wird ein spannender, abwechslungsreicher Rundgang durch unsere Stadtgeschichte. Ich freue mich auf die Inszenierung der Großobjekte in der Halle, dem ehemaligen Atrium. Auch Wien 1900 wird ein ganz spezieller Raum werden. Besonders freue ich mich auf das neue Fugengeschoss. Ich glaube, mit den neuen Vermittlungsateliers wird es der Kern des Hauses werden. Es ist wunderbar und richtig, dass die Vermittlung so zentral sein wird. Besonders wird auch der Wien Raum mit der großen Terrasse. Ich stelle mir hier eine gewisse Loungesituation vor, mit gemütlichen Sitzmöbeln, vielleicht Büchern oder Zeitschriften, einen Kiosk wird es auf jeden Fall geben. Man kann dort jederzeit hinauf, ohne Eintritt, ohne eine Ausstellung zu besuchen, und den tollen Blick über den Karlsplatz genießen. 


Was kommt in der nächsten Zeit auf Dich zu? 

Ich gehe Ende Juni in den Mutterschutz. Das ist wohl auch der Grund, warum ich hier in dieser Vorgestellt-Reihe die Erste bin? Ich freue mich sehr auf mein Baby, aber ich habe vor, schnell zumindest projektweise wieder zurückzukommen. Mir macht die Arbeit einfach wirklich viel Spaß.
 



Elisabeth Heimann-Leitner, geboren 1988 in Mistelbach. Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien und Siena, mit Forschungsinteressen in der österreichischen Geschichte und Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Arbeitete als wissenschaftliche Projektassistentin des Internationalen Wissenschaftlichen Beirates des Hauses der Geschichte Österreich. Seit 2009 im Wien Museum zunächst als Kunstvermittlerin und in Inventarisierungsprojekten, seit 2017 als Referentin der Direktion tätig. Von Beginn an interne und externe Koordinationstätigkeiten für Wien Museum Neu, seit Jänner 2020 offizielle Projektkoordinatorin im Wien Museum.